Wintertyp: Welche Farben stehen dem Wintertyp — und wann reicht das nicht?

Blog  ·  23.09.2026  ·  Andrea Lakeberg

Der Wintertyp hat einen kühlen Hautunterton und einen starken Kontrast zwischen Haut, Haaren und Augen — typisch sind dunkle Haare zu heller Haut. Ihm stehen klare, kalte und intensive Farben: Schwarz, Reinweiß, Fuchsia, Königsblau, Smaragdgrün und Eisblau. Gedeckte, erdige und warme Töne lassen ihn dagegen schnell blass oder müde wirken.

Woran erkenne ich einen Wintertyp?

Am Kontrast. Das wichtigste Merkmal ist nicht eine bestimmte Haarfarbe, sondern der deutliche Unterschied zwischen hellen und dunklen Bereichen im Gesicht.

Ein einfacher Hinweis: Wenn Ihnen Silberschmuck besser steht als Goldschmuck und reines Weiß besser als Cremeweiß, spricht vieles für einen kühlen Typ.

Welche Farben stehen dem Wintertyp?

Klare, kalte und kräftige Farben ohne Gelbanteil. Der Wintertyp verträgt Intensität, wo andere Typen darin untergehen.

Schwarz ist die Farbe, bei der sich der Wintertyp von allen anderen unterscheidet: Ihm steht sie direkt am Gesicht, ohne dass er darin verschwindet.

Welche Farben sollte der Wintertyp meiden?

Warme, gedeckte und erdige Töne. Dazu gehören Beige, Camel, Senf, Rost, Olive, Orange und Cremeweiß. Sie nehmen dem Wintertyp den Kontrast, der ihn ausmacht — das Gesicht wirkt dann fahl, Schatten unter den Augen treten stärker hervor.

„Meiden“ heißt dabei nicht verbannen. Eine camelfarbene Hose sitzt an der Hüfte, nicht am Gesicht. Dort spielt die Farbe eine viel kleinere Rolle als bei einer Bluse oder einem Schal.

Wie kombiniert der Wintertyp seine Farben?

Am besten mit Kontrast statt Ton in Ton. Schwarz mit Reinweiß, Marine mit Eisblau, Anthrazit mit einem kräftigen Fuchsia als Akzent. Ein einzelnes intensives Teil vor einer ruhigen, dunklen Basis wirkt beim Wintertyp fast immer gut.

Was selten funktioniert: mehrere gedeckte Mitteltöne übereinander. Das, was bei einem Herbsttyp harmonisch aussieht, wirkt beim Wintertyp schnell verwaschen.

Warum ich trotzdem nicht nur nach der Jahreszeit berate

Weil die richtige Farbe allein noch kein gutes Kleidungsstück macht. Ein Teil in perfektem Königsblau kann trotzdem ein Fehlgriff sein — falscher Schnitt, falsche Länge, falsch für Ihre Figur. Und ein Kleid, das hervorragend sitzt, ist auch in einer nicht ganz optimalen Farbe die bessere Wahl.

Ich arbeite seit 2013 als Stylistin in Berlin und habe zu oft erlebt, dass jemand mit einem Farbpass nach Hause geht und danach trotzdem danebengreift. Deshalb schaue ich mir Farben immer zusammen mit Schnitten und Proportionen an — an Ihren eigenen Sachen, bei Tageslicht, vor Ihrem Kleiderschrank.

Wenn Sie erst einmal herausfinden möchten, zu welcher Jahreszeit Sie gehören: Welcher Farbtyp bin ich erklärt alle vier Typen im Überblick.

Kann ich meinen Farbtyp auch bestimmen lassen?

Ja — in Berlin mache ich das als Teil der Beratung bei Ihnen zu Hause oder auf einer Shopping Tour. Ein Studio mit Farbtüchern gibt es bei mir bewusst nicht; Sie sehen den Unterschied direkt an Ihren eigenen Teilen. Die Farbanalyse Berlin kostet 85 Euro pro Stunde, mindestens zwei Stunden.

Andrea Lakeberg, Personal Shopperin in Berlin

Über die Autorin

Andrea Lakeberg ist Stylistin und Personal Shopperin in Berlin. Seit Januar 2013 begleitet sie Damen und Herren durch Kleiderschränke und Geschäfte — bekannt aus RTL, der Süddeutschen Zeitung und als gefragte Expertin in der Modepresse.

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